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    Zentrum Oberland Thun Erweiterung Einkaufszentrum

    2011
    Thun

    Das Zentrum Oberland tritt am gewohnten Standort ganz neu in Erscheinung. Nicht mehr als komplizierte „Maschine“, sondern als Komposition zweier einfacher, sich zur umgebenden Stadtsituation hin öffnenden Gebäude. 

    Anstelle der introvertierten „Blackbox“ öffnet sich das neue Zentrum nach aussen und belebt insbesondere die Talackerstrasse als Quartierachse. Mit dieser Orientierung funktioniert der Aussenraum auch an weniger frequentierten Wochentagen, weil er dank dem übrigen Quartierbetrieb in Synergie mit den anderen Nutzungen belebt ist. Die Nord-Süd-Verbindung öffnet sich von der Mitte her nach beiden Seiten hin als „Ansauger“. Als breite, übersichtliche Gasse mit Schaufenstern und Durchblicken ins Garten-Center bildet sie einen Raum, dessen Dimension auch bei wenig Betrieb sinnvoll bleibt, die primäre Verbindungsfunktion erfüllt und immer offen bleiben kann. Zusätzlich bietet er auch Möglichkeiten für Aussenverkaufsstände, sowie nahe beim Eingang Warte- und Aufenthaltsgelegenheiten.

    Die kompakte Gebäudekontur bringt Ordnung und Ruhe in die komplexe Situation. Der alte Bau störte durch grossflächige Farbigkeit als Fremdkörper. Die neuen Fassaden wirken allein durch feine Nuancen, die der Natur des Oberlands (in Flur- und Felskulissen) entstammen – durch leichte Variationen lebendig und „weich“ für das Auge.

    Die Aussenhaut wird in gestalterisch behandelten Flachblechtafeln vorgeschlagen (unterhaltsfrei). Dort, wo sich die Gebäude öffnen und ihr Innenleben nach aussen tritt, wird Holz sichtbar. Als typisches Baumaterial des Oberlands kleidet es auch die Verbindung der beiden Baukörper, sinnbildlich für die zahlreichen, typischen Holzbrücken in den Tälern des Oberlands.

    Die neue Aussenhaut in natureloxierten Blechtafeln mit leicht variierenden Oberflächen (Tönnung und Reflexionsgrad) bricht den Massstab neben der feinkörnigeren Wohnbaustruktur herunter und erinnert wie der Ansicht vor der Stockhornkette an die Farbnuancen der Felskulissen.

     

    Bauherr/Maître de l'ouvrage: Genossenschaft Migros Aare / Wettbewerb/Concours: 1.Rang 2004 / Projekt/Projet: 2005-2006 / Ausführung/Réalisation: 2007-2011 / Baukosten BKP 2/ Coûts de l'ouvrage CFC2: 90.0 Mio CHF / Bauvolumen/Volume bâti: 281'900 m3 / Geschossfläche/Surface de plancher: 60'374 m2 / Nachhaltigkeit/Durabilité: Minergie ohne Zertifizierung / Adresse: Talackerstrasse 62, 3604 Thun
     

    Fotos: Yves André