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    CEI 3 Zentrum für Unternehmen und Innovation Yverdon-les-Bains

    2011
    Yverdon-les-Bains

    SITUATION / PROGRAMM

     

    Im Herzen des sich entwickelnden Industrieparks von Yverdon. Integriert in den Perimeter des Industrie– und Technologieparks "Y-Parc" von Yverdon-les-Bains, bietet das neue Gebäude CEI III, anpassbare Büro- und Fabrikationsflächen zur Miete, für innovative und zukunftsorientierte Unternehmen mit neuen Technologien. Der Bau des CEI III ist das letzte Projekt, einer vom ECA (Kantonale Gebäudeversicherung) initiierten Trilogie von Bauten, als Beitrag für die Entwicklung des Technologie Standorts Waadt Nord. Das CEI I bot ab 1991 jungen "start up" Unternehmen, gut ausgerüstete Fabrikationsflächen für die Entwicklung ihrer Projekte.

     

    Im 2008 kam das CEI II hinzu, dieser Bau ist hauptsächlich für die Versorgung und Verpflegung der Belegschaften aus CEI I und CEI III ausgelegt und versteht sich als Bindeglied. Mit dem CEI III ist im 2011 das Gewerbe- und Innovationscentrum CEI fertiggestellt worden.

     

    Das Programm des neusten Gebäudes umfasst eine grosse Produktionshalle mit doppelter Raumhöhe, sowie multifunktionale, modular aufgebaute Mietflächen. Um einer möglichst breiten, zukünftigen Mieterschaft gerecht zu werden, sind diese maximal flexibel und anpassbar ausgelegt.

     

    In der Geometrie der bestehenden Umgebung verankert, hat das neue Gebäude die Aufgabe, die drei Gebäude zu vereinen. Vor allem durch eine Reorganisation der Umgebungsgestaltung und der Verkehrswege, durch die klare Trennung von Fuss- und Fahrwegen, wird  die zusammengehörende Erscheinung des CEI unterstrichen.

    Durch den schlechten Baugrund war man beim Neubau gezwungen Pfählungen vorzunehmen. Entsprechend wurde auf ein Untergeschoss verzichtet und der Baugrund mit 360 Pfählen von 30 cm Durchmesser verstärkt. Das Gebäude etabliert sich somit mit einem Erdgeschoss und drei Obergeschossen und nutzt damit die maximale bebaubare Fläche. Die Grundrisse sind so konzipiert, dass die Verkehrs- und Versorgungswege minimal gehalten wurden. Angegliedert an den Neubau stehen etwa 50 Parkplätze zur Verfügung.

     

    PROJEKT

    Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs. Das Projekt organisiert sich in drei, von der Nutzung her unterschiedlichen Schichten:

    Raumtyp "industrielle Halle", Raumtyp "Labor-Büro-Atelier" und der Raumtyp "Erschliessung-Versorgung-Sanitär".

     

    Im Raumtyp "Erschliessung-Versorgung-Sanitär" sind die vertikalen Erschliessungen, alle Steigzonen für die technische Leitungsführung und die Sanitärzellen platziert. Dies erlaubt in den angrenzenden Schichten eine maximale Flexibilität in der Grundriss Gestaltung. Die zentrale Schicht war der einzig abschliessend planbare Bereich, da die angrenzenden Schichten lediglich bis zur Phase Rohbau geführt wurden (unbekannte Nutzung durch Mieter). Sie stellt mit einer lebendigen Farbwahl und akzentuierten Lichtreflexen einen klaren Kontrast zur grauen, uniformen Fassade. Grafische Applikationen unterstreichen die visuelle Dynamik des Innenraums und garantieren die Orientierung im Gebäude.

     

    Breite textile Paneele, welche nach Tageszeit und Jahreszeit wechselnde Lichteinflüsse in die Räume tragen,  umfassen einen Grossteil des Gebäudes. Die Gebäudehülle wiedergibt die komplexe Diversität des Gebäudeprogramms und schafft es, ein stilvolles und qualifiziertes Statement in der doch eher unruhig wirkenden Umgebung zu statuieren. Die gespannten Textilpaneele dienen als Blendschutz für die Arbeitsflächen und Computerbildschirme, ebenso wie als Sichtschutz, um im Innern eine angenehme Privatsphäre zu schaffen. Sie erlauben aber dennoch einen freien Blick in die Umgebung. Da in der Gegend öfter ein strenger Nordwind weht, schützt die fixe Installation der Paneele auch die Fassade. Es entstehen weniger Windgeräusche und die Schadenanfälligkeit gegenüber verstellbaren Storen ist weit geringer, auch die Stromersparnis ist in der heutigen Zeit Nennenswert. So ist die erste Haut vor allem für die Ästhetik relevant und die zweite Schicht widmet sich den funktionellen Aspekten wie Lüftung und Isolation. Als Ganzes gesehen ist die Fassade sehr wirtschaftlich und standardisiert. Mit einem ausgewogenen Verhältnis an Fenster- (3-fach Verglasung) und Wandfläche, erfüllt die Fassade die "Minergie" Anforderungen. Eine Wärmepumpe mittels Erdsonden in den Fundationspfählen, deckt 40% des Wärmebedarfs im Winter wie auch 40% der Kühlung im Sommer. Das Dach ist mit einer innovativen und neuen Generation, einer zweiseitigen Photovoltaikanlage bestückt. Über den ausgelegten, weissen Kies wird zusätzlich Sonnenlicht auf die Rückseite der Sonnenreflektoren geleitet und somit der Wirkungsgrad um 20% erhöht.

    Das Gebäude CEI III hat die Kraft eine neue Typologie vorzuschlagen, welche fähig ist auf die neuen Marktanforderungen einzugehen, dies sind: Grosse Flexibilität und Qualität der Räumlichkeiten, gebunden an eine gute Energiebilanz mit moderaten Betriebskosten.

    Bauherr: Etablissement Cantonal d'Assurance ECA / Wettbewerb: 1.Preis 2008 / Projekt: 2008 / Ausführung: 2009-2011 / Baukosten: 21.5 Mio CHF

    Fotos: Yves André

    https://www.homify.de/projekte/56929/cei-3-i-yverdon-les-bains-i-schweiz
    http://www.deutscher-architektur-verlag.de/buecher/inside-modern-workspa...